RATGEBER

Normen für Büromöbel: Was im gewerblichen Einsatz gilt

2. August 2026 · Arbeitsschutz · Normen · Ratgeber

Im Privathaushalt darf ein Stuhl aussehen wie er will. Am gewerblichen Arbeitsplatz gelten Anforderungen – und wer sie kennt, kauft anders ein.

Bürodrehstühle: EN 1335

Die Norm regelt Maße, Sicherheit und Prüfverfahren für Bürodrehstühle. Sie unterscheidet Typen nach Verstellbarkeit. Für Arbeitsplätze, an denen mehrere Stunden am Tag gesessen wird, ist der Nachweis nach dieser Norm der Mindeststandard, nicht die Kür.

Büroarbeitstische: DIN EN 527

Sie definiert Maße, Standsicherheit und Belastbarkeit von Büroarbeitstischen. Für höhenverstellbare Tische sind Verstellbereiche und die Sicherheit der Verstelleinrichtung geregelt – ein Punkt, an dem sich günstige Konstruktionen von objekttauglichen unterscheiden.

Beleuchtung: DIN EN 12464-1

Für Arbeitsstätten in Innenräumen legt sie Beleuchtungsstärken, Blendungsbegrenzung und Farbwiedergabe fest. Eine schöne Leuchte, die diese Werte nicht erreicht, ist am Arbeitsplatz keine Lösung.

Akustik: DIN EN ISO 11654

Sie beschreibt die Bewertung von Schallabsorbern. Absorberklassen von A bis E machen vergleichbar, wie wirksam ein Element tatsächlich ist – unabhängig davon, wie weich es aussieht.

Polster und Textilien: Brandverhalten

In öffentlich zugänglichen Bereichen und Versammlungsstätten kommen Anforderungen an das Brandverhalten hinzu, etwa nach EN 1021 für Polstermöbel. Bei Bestuhlung in Versammlungsstätten spielt zusätzlich die Verkettbarkeit eine Rolle.

Warum das für Sie praktisch relevant ist

Normerfüllung ist kein Etikett für den Prospekt. Sie ist der Grund, warum ein Objektstuhl nach fünf Jahren noch funktioniert, warum er in eine Ausschreibung passt und warum die Berufsgenossenschaft im Zweifel keine Beanstandung ausspricht.

Bei jedem Artikel in unserem Sortiment finden Sie die erfüllten Normen in den technischen Daten. Wenn Sie für eine Ausschreibung Nachweise brauchen, liefern wir sie zu.